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Von Kielwasser und Leuchttürmen, Flauten und sicherem Kurs: Nachhaltigkeit als Kompass zu neuen Häfen

Posted By Achim Halfmann (CSR NEWS) On September 11, 2006 @ 12:30 am In +Businesses & Consultants, +german, Arcandor AG | Comments Disabled

Düsseldorf > „Gute Zusammenarbeit setzt Verbindungen voraus: Wie bei einem Seemannsknoten muss diese Verbindung sicher und haltbar, aber auch unkompliziert lösbar sein“, meint Monika Franke, Chefredakteurin Corporate Publishing der KarstadtQuelle AG. Statements wie dieses waren auf einem außergewöhnlichen und kreativen Nachhaltigkeitsworkshop zu hören.

Von Kielwasser und Leuchttürmen, Flauten und sicherem Kurs: Nachhaltigkeit als Kompass zu neuen Häfen“ – unter diesem Motto veranstaltete der Bereich Kommunikation Gesellschaftspolitik am 5. September im Schlossturm, Museum der Binnenschifffahrt, in Düsseldorf einen Workshop, an dem Vertreter aus den KarstadtQuelle AG-Unternehmensbereichen Umwelt und Qualitätsmanagement, Konzernkommunikation, KarstadtQuelle Management Consulting, Investor Relations, Personal, Konzernimporte und Gesellschaftspolitik teilnahmen. Ziel war die gemeinsame Kursbestimmung. Denn wer sich mit dem Thema Nachhaltigkeit beschäftigt, muss wissen, wohin die Route geht.

Wenn sich ein Bereich mit Bedacht neu ausrichtet, wird häufig das Bild eines Schiffes genutzt, das sicher durch gefährliche Gewässer gesteuert wird. Das Kompetenzteam Nachhaltigkeit ging deshalb für einen Tag, fernab vom operativen Geschäft, an Bord eines „Nachhaltigkeitsschiffs“. Jeder Teilnehmer brachte ein Symbol mit, das für den Teamgedanken stand, denn auch wenn die einzelnen Bereiche autonom arbeiten, so sind sie dennoch miteinander verbunden. Die Teilnehmer interpretierten die Teamsymbole der anderen. Auf diese Weise wurden geistige Grenzen überschritten, weil man sich in sein Gegenüber hineinversetzen musste. Schließlich gilt auch für die Nachhaltigkeitsaktivitäten der KarstadtQuelle AG, dass einer nicht ohne den anderen agieren kann, denn es gibt innere und äußere Zusammenhänge.

Das Thema Nachhaltigkeit umfasst alle primären und sekundären Geschäftsprozesse vom Management in der Lieferkette, der Sortimentsgestaltung und Mitarbeiterentwicklung bis zum Marketing, von der strategischen Unternehmensplanung bis zu Investor Relations. Im Mittelpunkt stand deshalb die Frage nach den Mitteln und Möglichkeiten, das Schiff nachhaltig auf Kurs zu bringen und zu halten: Was verstehen wir unter Nachhaltigkeit? Welche Ziele sollen erreicht werden? Wer ist beteiligt? Woher kommen die Informationen für diesen Prozess? Wie ist er mit anderen verbunden? Was macht den Konzern aus? Wo beginnt für uns Verantwortung? Wie können wir unser Wissen am besten vernetzen? Was brauchen wir dafür? Jeder der Anwesenden war sich darüber bewusst, dass er mit dem Nachhaltigkeitsprinzip vertraut sein muss, um in seinem Bereich entsprechend tätig werden zu können.

Im Fokus der Veranstaltung stand auch die Vorbereitung des nächsten Nachhaltigkeitsberichts, der nur über ein gut funktionierendes Netzwerk, in dem alle flexibel miteinander verbunden sind, erstellt werden kann. „Künftig wird es darauf ankommen, dass jeder von uns ein Knoten im Netz ist, in dem viele Menschen Fäden ziehen. Allerdings wird das organisierende Netzwerk immer wichtiger als der einzelne Knoten sein“, so Dr. Alexandra Hildebrandt, Leiterin Kommunikation Gesellschaftspolitik. Um nachhaltig zu kommunizieren, genügt es nicht, nur das Endresultat, den Nachhaltigkeitsbericht, im Blick zu haben. Das Gesamtsystem ist stets wichtiger. Schließlich kommt es darauf an, kontinuierlich und gemeinsam etwas zu leisten.

Moderiert wurde die Veranstaltung von Markus Witkowski, Geschäftsführer des Ratinger Beratungsunternehmens PROCEDERE. Er ist Mitglied der International Navigation Association PIANC, Ausbilder für Hochseesegelsport und Gründer der Rheinischen Yachtschule. “Die seemännische Zusammenarbeit an Bord einer Hochseeyacht auf die Arbeit im Unternehmen zu projizieren, bringt oftmals nicht nur eine völlig unerwartete und tiefe Art von Teamgeist mit sich, sondern eröffnet vor allem neue Horizonte für alle Beteiligten. Erst wenn vertrauensvoll an einem Strang in die gleiche Richtung gezogen wird, liegt klarer Kurs an“, so das Credo des leidenschaftlichen Seglers.

Der Heidelberger Kommunikations-Designer Markus Artur Fuchs von Kontextkommunikation gab dem Workshop zusätzlich eine kreative Dimension: Jeder der Teilnehmer erhielt von ihm ein aus Altblech gefertigtes Knatterboot mit Kerze und „Auspuffröhrchen“ am Heck, das mit einer „Wasserspritze“ gefüllt werden musste, damit es sich fortbewegt: „Das Boot ist als Metapher für die Maßnahme zu verstehen, aus Gebrauchtem etwas Neues zu machen. Gleichzeitig geht es um die Idee, etwas zu entzünden.“ Die Veranstaltung selbst konnte nur Auslöser sein – es kommt nun darauf an, die gemeinsamen Energien zu nutzen, um das tragfähige Schiff mit seiner Nachhaltigkeitscrew auf Kurs zu halten.


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