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Handel fair – Handel ethisch: Die KarstadtQuelle AG und das Prinzip Verantwortung


Monday, August 28th, 2006


“Wirtschaftliches Handeln ohne ethische Kriterien ist blind und kurzsichtig; ethisches Handeln ohne die Berücksichtigung von ökonomischen Realitäten und Möglichkeiten ist stumpf und erfolglos.”(1) Hans-Martin Sass

Ein Beitrag von Dr. Alexandra Hildebrandt,
Leiterin Leiterin Kommunikation Gesellschaftspolitik
der KarstadtQuelle AG

Verantwortliches Handeln ist zugleich ethisches Handeln, das von einer guten gesellschaftlichen Rahmenordnung abhängt, die verhindert, dass sich die soziale und ökologische Verantwortung auf dem kleinstmöglichen Nenner einpendelt. „Eine globale Ökonomie braucht ein globales Ethos“ (2), forderte Bundespräsident Horst Köhler im Jahr 2000 vor der Versammlung von Vertretern des Weltwährungsfonds und der Weltbank. Dabei müssen sich geschäftliches und sozial verantwortliches Handeln nicht ausschließen. Ethische Normen und Werte und die Übernahme sozialer Verantwortung(3) dienen mehr als nur der Imagepflege oder dem Reputationsmanagement eines Unternehmens. In dieser Überzeugung hat KarstadtQuelle unternehmensspezifische ethische, ökologische und soziale Werte in die Ausrichtung und Ziele des Unternehmens integriert. Ihnen kommt dabei gleichrangige Bedeutung zu wie den monetären Unternehmenszielen. Denn es besteht ein positiver Zusammenhang zwischen ethischen Standards und gesellschaftlicher Akzeptanz, Produktqualität sowie der Gewinnung guter Mitarbeiter .Wenn unternehmerischer Erfolg im Einklang mit positiven Grundwerten der Mitarbeiter und der Gesellschaft erwirtschaftet wird, ist die interne und externe Kommunikation umso glaubwürdiger und stabiler.(4)

Die Einbindung von Corporate Social Responsibility (CSR) in die Kerngeschäftsprozesse gelingt jedoch nur, wenn alle Unternehmensbereiche hieran beteiligt werden, sie von den geplanten Maßnahmen überzeugt sind und sie diese mittragen. Hinzu kommen die offene Kommunikation der Unternehmenswerte und die prinzipielle Dialogbereitschaft über die eigenen Werthaltungen. In diesem Sinne engagiert sich KarstadtQuelle in zahlreichen Initiativen (Global Compact, BSCI(5), DNWE(6), CSR today(7), Sneep(8) und bemüht sich um den Dialog mit seinen Stakeholdern.

Zwar können diese Maßnahmen keine Patentlösung für alle Probleme sein, dennoch sieht KarstadtQuelle hierin einen wichtigen konstruktiven Schritt, ethische Maßstäbe überall dort zu integrieren, wo dies im Geschäftsalltag möglich ist. Indem ein Unternehmen über Ethik nachdenkt, besinnt es sich auf die Menschen und konzentriert sich auf das, was mit ihnen gemeinsam erreicht werden kann.

Verantwortlicher Handel(n) (9)

Immer mehr Konsumenten kaufen bei KarstadtQuelle, Europas größtem Warenhaus- und Versandhandelskonzern(10), nicht nur Produkte, sondern möchten auch über ihren ökologischen und sozialen Herstellungskontext informiert sein: Was steckt hinter einem Produkt? Wo kommt es her? Unter welchen Bedingungen wurde es gefertigt? Werden durch den Kauf Menschenrechte verletzt, oder wird die Zerstörung der Umwelt im wahrsten Sinne des Wortes „in Kauf“ genommen? – Auch wenn dieses Verhalten nicht immer mit einer erhöhten Zahlungsbereitschaft einhergeht, hält der Kunde ökologische und soziale Verantwortung von Unternehmen für eine Selbstverständlichkeit und erwartet Produkte, die unter akzeptablen Umweltschutz- und Sozialbedingungen produziert werden.(11) Auf der anderen Seite stehen die „Schnäppchenjäger“, die stets auf der Suche nach dem „günstigsten“ Preis von Wettbewerbern mit Sprüchen wie „Geiz ist geil“ am Markt beworben werden. Angesichts dieser Tatsache bewegt sich der Handel in einem Spannungsfeld zwischen der Forderung nach ethisch vertretbarer Produktpolitik auf der einen und konkurrenzbetonten Preiswettbewerb auf der anderen Seite.

Dennoch gilt es, die ethischen Aspekte zu betonen. Als Mittler zwischen Industrie und Verbraucher ist der Handel gefordert, einen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung zu leisten, der sowohl sozialen als auch ökologischen und ökonomischen Anforderungen genügt – und dies gilt nicht nur für . Entgegen der landläufigen Meinung ergab eine Umfrage des Marktforschungsunternehmens TNS Automotive zum Thema Corporate Social Responsibility im Jahr 2006(12), dass das soziale Image eines Unternehmens die Konsumenten in weniger entwickelten Märkten stärker beeinflusst als in den Industrienationen. So haben 85 Prozent der Verbraucher in gerade deshalb ein Produkt gekauft, weil es auf verantwortungsbewusste Weise erzeugt worden war. Bei den deutschen Verbrauchern lag dieser Wert bei 58 Prozent. Andererseits haben – laut Umfrage – drei von vier Deutschen bereits einmal davon Abstand genommen, ein Produkt zu kaufen, weil sie davon überzeugt waren, dass das Unternehmen keine umweltfreundlichen oder ethischen Geschäftspraktiken verfolgt.

KarstadtQuelle ist sich dieser ethischen Verantwortung bewusst. So gehört das Unternehmen zu den Mitinitiatoren des Rugmark-Siegels(13) und unterstützt seit Jahren aktiv das Produktangebot von TransFair(14). Bereits seit 1993 werden in den Lebensmittelabteilungen bei Karstadt Warenhaus entsprechende Produkte aus dem Fairen Handel angeboten.

Insgesamt setzt der Faire Handel, als eine der größten und am aktivsten kontinuierlich arbeitenden entwicklungspolitischen Bewegungen Deutschlands, hier fast 100 Millionen Euro pro Jahr um.(15) Seit dem Jahr 2000 bietet Karstadt Gartenmöbel aus Tropenholz mit FSC-Siegel16 an und ist Mitglied der Gruppe 98, einem Zusammenschluss von Wirtschaftsunternehmen, die unter der Moderation vom WWF Holz(produkte) aus nachhaltiger Waldwirtschaft fördern wollen. Auch der Arten- und Tierschutz wird bei der Umsetzung von Sozial- und Umweltstandards berücksichtigt. So lief der Verkauf sämtlicher Artikel mit echtem Pelz nach saisonbedingten Abverkäufen der vorhandenen Bestände vor etwa drei Jahren aus. Von der Entscheidung waren nicht nur Pelzmäntel und -jacken betroffen, sondern auch alle Artikel mit Applikationen aus echtem Pelz (z.B. Armbänder, Anhänger, Schuhe, Handschuhe und Besatz von Textilien). Sämtliche im Handelskonzern angebotene Textilien entsprechen den gesetzlichen Anforderungen, so dass Gesundheitsgefährdungen beim Tragen ausgeschlossen werden können. Darüber hinaus verpflichtet das Unternehmen seine Lieferanten entsprechend den Einkaufsbedingungen, die Kriterien und Grenzwerte des Öko-Tex-Standards 100 einzuhalten. Auf Grund der Prozesskette von Textilien mit ihren vielfachen Waschungen sind Dünge- oder Entlaubungsmittel nicht mehr in der Ware vorhanden. Die eingesetzten Bleich- und Färbemittel sind gesundheitlich nicht bedenklich.

Globalisierung zwischen Gewinn und Moral

Seit den 1990er Jahren stehen vor allem multinationale Unternehmen, die in Schwellen- und Entwicklungsländern aktiv sind, unter Beobachtung einer kritischen Öffentlichkeit. Die „negative Aufmerksamkeit“ richtet sich auf niedrige Sozialstandards, Lohn- Dumping, Kinderarbeit, das Nicht-Vorhandensein von Gewerkschaften sowie Diskriminierung von Geschlecht und Religion. Die Negativberichterstattung provozierte zahlreiche Konsumentenboykotte.17 Die Konzerne reagierten darauf mit freiwilligen Initiativen, was sich auch in der Vielzahl ihrer Verhaltenskodizes widerspiegelt. Sie haben freiwilligen Charakter, denn kein Unternehmen kann gezwungen werden, weltweit einheitliche Sozialstandards zu setzen. Auch können sie keine moralischen Schiedsrichter sein oder die Rolle von Regierungen übernehmen. Ein Unternehmen muss sich darauf verlassen können, dass sich seine Kooperationspartner vor Ort an
die dort geltenden Gesetze und Vorschriften halten, wie der „Fall Spectrum“ deutlich vor Augen führt:

Am 11. April 2005 stürzte in Savar, im Norden Dhakas, der Hauptstadt von , das neunstöckige Gebäude der Bekleidungsfirma Spectrum Sweater zusammen. Eine staatliche Bauaufsicht gibt es nicht in . Das Unglück kostete 62 Menschenleben und löste eine scharfe Debatte in Europa, insbesondere in Deutschland aus. Es wurde zum Auslöser, um erneut die Aspekte lascher Arbeitssicherheitsbestimmungen, unzureichender Sozialrechte, fehlender Einbindung von Gewerkschaften sowie Ausbeutung von Kinderarbeit in zu diskutieren. Seit dem Unglück hat sich der Druck von Nichtregierungsorganisationen verschärft. Die Umsetzung von internationalen Sozial- und Umweltstandards ist gefordert.

„KarstadtQuelle erwartet von seinen Vertragspartnern, dass sie sich an die geltenden Gesetze und Vorschriften halten. Ihre Produktionsanlagen müssen die erforderlichen Sicherheitsstandards erfüllen. Soweit es bei Audits vor Ort zu Hinweisen auf Sicherheitsmängel kommt, werden diese zur Sprache gebracht und die erforderlichen Maßnahmen zur Abhilfe veranlasst. Deren Umsetzung wird beim nächsten Termin überprüft.“(18).

In Bangladesh ist eine Vielzahl von KarstadtQuelle-Lieferanten in ein Qualifizierungsprojekt mit einer lokalen NGO eingebunden. Hier werden den Fabrikleitern praktische Hinweise zur Verbesserung der Organisation und Personalverwaltung in ihren Produktionsstätten gegeben. Durch Fortschritte in diesen Bereichen soll in Zukunft unter anderem eine angemessene Bezahlung der Arbeiter und eine Anhebung der vorherrschenden Arbeitssicherheitsstandards erreicht werden. Derartige Multistakeholder-Dialoge mit den Betroffenen vor Ort sind für KarstadtQuelle ein interessanter Ansatz. Um dabei auf Augenhöhe miteinander verhandeln zu können, müssen jedoch bestimmte Bedingungen erfüllt sein. So sollten die Gesprächspartner über ausreichende Kenntnisse zu Fragen des Arbeitsrechts und der geltenden gesetzlichen Bestimmungen verfügen. Die Voraussetzungen dafür schafft das Unternehmen zum Beispiel durch Awareness- Rising-Workshops, zu denen Vertreter von Regierungen, Gewerkschaften, Arbeitgebern und Nichtregierungsorganisationen eingeladen werden. Die Gründung von Runden Tischen in den einzelnen Ländern, in denen diese Stakeholder vertreten sind, sind ein weiterer wichtiger Schritt in diese Richtung. Letztlich werden Unternehmen,die derartige freiwillige Verpflichtungen eingehen, damit nicht nur ihrer ethischen Verantwortung gerecht, sie profitieren auch davon. „Die Zukunft wird deshalb den Unternehmen gehören, die einen aktiven Beitrag zur ethischen und nachhaltigen Unternehmensführung in ihrem Land, aber auch an den internationalen Standorten leisten. (…) Das ist nicht nur wichtig für den gesellschaftlichen Zusammenhalt, sondern auch gut fürs Geschäft. Denn unstrittig ist, dass Unternehmen, die CSR integrieren, die Akzeptanz ihres Handelns sichern und ihre internationale Reputation erhöhen.“(19)

Im Rahmen der Globalisierung ergibt sich so auch für die KarstadtQuelle AG eine Vielzahl von sozialen Verantwortlichkeiten. Kritische Kunden und NGOs weisen dem Handelskonzern die Verantwortung für das Verhalten seiner Lieferanten zu. Aufgabe der Konzernmitarbeiter vor Ort ist es daher, auf die Einhaltung der entsprechenden Standards bei den Partnerunternehmen zu achten und die Risiken aufgrund möglicher Verstöße durch die Zulieferbetriebe zu erkennen, zu vermindern bzw. möglichst auszuschließen. Mit Hilfe von Schulungen und Einzelgesprächen werden Schwierigkeiten auf Seiten der Lieferanten wie etwa Probleme bei der Einhaltung der Lieferzeiten, die Erfüllung spezifischer Qualitätsanforderungen oder die konsequente Beachtung der geltenden Umweltrichtlinien erörtert und wenn möglich einvernehmlich gelöst. Dies ist durchaus auch im Interesse der Lieferanten, da diese hierdurch ihr eigenes Image verbessern können und so auch gegenüber anderen Abnehmern als Handelspartner an Lukrativität gewinnen. Gegenwärtig sind weltweit mehrere Hundert Lieferanten in den Überprüfungs- und Qualifizierungsprozess bei KarstadtQuelle einbezogen. Bereits erzielte Verbesserungen bestärken das Unternehmen darin, dass sein Engagement ein ebenso praktischer wie effizienter Ansatz ist. Durch die Prozessoptimierungen auf Seiten der Lieferanten verbessern sich nicht nur die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in den Zulieferbetrieben, sondern es zeichnen sich durch die Optimierung von Produktionsabläufen und die damit verbundene Reduktion von Arbeitszeiten sowie durch sinkende Unfall- und Krankheitszahlen auch klare (Kosten-)Vorteile in der Zusammenarbeit ab.

Wa(h)re Beschaffung

Bei der Beschaffung von Waren ergibt sich für Handelsunternehmen aufgrund der Internationalisierung des Einkaufs und die Konzentration der Beschaffung vor allem aus Schwellen- und Entwicklungsländern eine besondere Herausforderung. Wenn sie neben ihren Vereinbarungen zu Preis und Qualität der in Auftrag gegebenen Waren auch auf deren sozial- und umweltverträgliche Produktionsbedingungen Einfluss nehmen, tragen die Handelsunternehmen nachhaltig dazu bei, die Lebensverhältnisse in den Herstellungsländern zu verbessern. Die Leistung der Einkäufer KarstadtQuelles bemisst sich deshalb nicht nur am Preis und der Qualität der von ihnen beschafften Waren, sondern auch an den sozialen Umständen, unter denen diese produziert worden sind. Um diese Verpflichtung auf die Einhaltung von Sozialstandards entlang der Beschaffungskette zu unterstreichen, hat das Unternehmen einen Verhaltenskodex verabschiedet, der die wichtigsten sozialen Anforderungen festschreibt. Dieser fand 1999 Eingang in den Kodex der Außenhandelsvereinigung des Deutschen Einzelhandels e.V. (AVE) „Weltweit sozialverantwortlich handeln“, der auf den Kernarbeitsnormen der ILO basiert. Dieser legt für Handel und Produzenten die wesentlichen Verhaltensregeln im Prozess der Warenbeschaffung fest.

Ziel ist es unter anderem, sichere und gesundheitsverträgliche Arbeitsbedingungen zu schaffen, eine angemessene Entlohnung und Vereinigungsfreiheit zu gewährleisten, extreme Überstunden sowie Zwangs- und Kinderarbeit zu unterbinden und vor Diskriminierung zu schützen. Auch Umweltaspekte werden in den Standards berücksichtigt. Für die Konzerngesellschaften, Produktgruppen und Länder der KarstadtQuelle AG wurden im Jahr 2000 gleich lautende Beschaffungsverhaltensregeln zur Gewährleistung von Sozial- und Umweltstandards eingeführt.

Der Code of Conduct definiert soziale und ökologische Beschaffungsregeln, die sich an den Arbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO), den weltweit anerkannten Sozialstandards SA8000 sowie den Deklarationen der Vereinten Nationen zu Menschen- und Kinderrechten und den OECD-Guidelines
orientieren.

Die Kernpunkte des Code of Conduct sind:
- Einhaltung der jeweils gültigen lokalen sozialen Mindeststandards
- Verbot von Kinder- und Zwangsarbeit
- Verbot von menschenunwürdiger Gefängnisarbeit
- Verbot von Diskriminierung
- Sicherheits- und Gesundheitsschutz
- Angemessene Entlohnung
- Einhaltung von Höchstarbeitszeiten
- Recht auf Vereinigungsfreiheit und auf Kollektivverhandlungen

Bis zum Jahr 2000 gab es unter den Mitgliedern der Außenhandelsvereinigung (AVE) unterschiedliche Vorgehensweisen in Bezug auf das Monitoring der vereinbarten Verhaltenskodizes. Zwischenzeitlich hat man sich auf ein einheitliches Vorgehen und eine eigene AVE-Systematik als Auditverfahren des auf Verbandsebene festgelegten Verhaltenskodex geeinigt. Als Resultat eines Pilotprojekts in wurde 2003 das AVE-Sektorenmodell „Sozialverantwortung“ initiiert. Dieses Modell ist eine Gemeinschaftsinitiative des deutschen Einzelhandels, die die Verbesserung von Arbeitsbedingungen in Zuliefererbetrieben der Entwicklungsländer vorantreiben soll. Sie verpflichtet Lieferanten in allen wichtigen Importmärkten zur Einhaltung bestimmter Sozialstandards. Das ist die weltweit erste Lösung, in der sich eine ganze Branche auf bestimmte Sozialstandards verständigt hat. Die Unternehmen engagieren sich freiwillig, da sie ein Eigeninteresse an einem gut funktionierenden Gemeinwesen und an einer engen Kooperation mit den lokalen Partnern haben.

Darüber hinaus beteiligt sich die KarstadtQuelle AG seit 2004 an der Gemeinschaftsinitiative „Business Social Compliance Initiative – BSCI“, die unter dem Dach des europäischen Außenhandelsverbandes FTA (Foreign Trade Association) entwickelt wurde. Die hier vertretenen europäischen Handelsunternehmen haben entschieden, bis Ende 2007 in den wachstumsstarken, exportorientierten Ländern Asiens und Osteuropas ihre Lieferanten der Branchen Textil, Sportartikel und Spielwaren, mit denen zwei Drittel des Gesamtumsatzes generiert werden, im Hinblick auf die Einhaltung sozialer Mindeststandards zu überprüfen.

Die Beachtung von Sozialstandards ist Ausdruck der unternehmerischen Verantwortung des KarstadtQuelle-Konzerns. Hierzu gehört auch, die Beziehungen zu den primären Stakeholdern (Mitarbeiter, Aktionäre, Regierungsstellen, Lieferanten, Kunden) und den sekundären Stakeholdern (Mitbewerber, Gewerkschaften, örtliche Gemeinden, Bürgerinitiativen, Behörden, Presse) des Unternehmens zu verbessern. Denn die Art und Weise, wie ein Unternehmen mit seinen Stakeholdern umgeht, ist ein Abbild seiner Corporate Social Responsibility (CSR).

Souverän handeln kann ein Unternehmen jedoch nur, wenn es über Maßstäbe verfügt, an denen es die Nachhaltigkeit der eigenen Geschäftspolitik überprüfen kann. Hierfür kann der Verständigungsprozess mit den unterschiedlichen Anspruchsgruppen des Unternehmens wertvolle Hinweise und Informationen liefern. Dialog- und Lernfähigkeit, Vertrauen, Verantwortung und eine transparente Kommunikation bilden die Voraussetzung für diesen gesellschaftlichen Verständigungsprozess. Es ist dem Unternehmen daher wichtig, sich offen und kritisch mit seinen Stakeholdern auseinander zu setzen. Dabei stellt insbesondere die Arbeit seriöser NGOs eine wertvolle Orientierungshilfe bei der Einschätzung ausländischer Handelspartner dar. KarstadtQuelle schätzt das Engagement von Nichtregierungsorganisationen daher sehr. Als Beobachter des Geschehens in den Zuliefererländern machen sie auf Gesetzesverstöße und nicht tolerable Arbeitsbedingungen aufmerksam. Ihre Arbeit verdient Respekt, wenn sie auf solide recherchierten Fakten beruht. Zweifel aber sind angebracht, wenn pauschale Behauptungen mit dem Ziel verbreitet werden, dem Ansehen von sozial verantwortlich handelnden Unternehmen zu schaden. Deshalb sucht KarstadtQuelle in diesem Feld die kontinuierliche Kooperation mit vertrauenswürdigen Partnern. KarstadtQuelle ist sich bewusst, dass die Wirtschaft in dem Maße soziale Verantwortung wahrnehmen muss, wie es ihrer Position auf dem durch Nichtregierungsorganisationen (NGOs) und kritische Verbrauchern zunehmend für soziale Fragen sensibilisierten Märkten entspricht.

Qualifizierung und Auditierung mit System

Bei der Durchsetzung von Grundsätzen der sozialen Verantwortung in den Produktionsstätten der Zulieferbetriebe sind die Unternehmensmaßnahmen von KarstadtQuelle weniger darauf gerichtet, den Geschäftspartnern bei der Einhaltung der Sozial- und Umweltstandards „über die Schulter“ zu sehen. Im Mittelpunkt steht vielmehr der Wunsch, bei den Zulieferern langfristig die Eigenverantwortung zu fördern. Durch Information, Schulung und Beratung der Zulieferer (z.B. Awareness-Rising-Workshops) sowie durch unabhängige Auditierung der Lieferanten werden die Qualitätsanforderungen aber auch die Sozial- und Umweltstandards, denen sich KarstadtQuelle verpflichtet fühlt, innerhalb der Wertschöpfungskette umgesetzt. Angestrebt wird ein nachhaltiger Verbesserungsprozess, in dem die Lieferanten schrittweise qualifiziert werden – allerdings sind diese Maßnahmen nur dann wirksam, wenn die Lieferanten das Angebot als Baustein ihres eigenen Konzeptes betrachten.

Die Audits, die der Lieferant bezahlt, werden von externen SA800020-qualifizierten Mitarbeitern durchgeführt. Im Erst-Audit werden mit den Produzenten Korrekturpläne (Corrective Action Plans) erarbeitet, die in einem bestimmten Zeitraum zu erfüllen sind und deren Einhaltung durch ein Re-Audit (von der Umsetzungskontrolle über Sensibilisierungs- und Coachingmaßnahmen) überprüft wird. KarstadtQuelle-Mitarbeiter vor Ort begleiten diese Prozesse oder koordinieren dies durch externe Dienstleister. Die im Audit festgestellten Mängel werden in Auditberichten dokumentiert. In einer gemeinsamen Datenbank der BSCI können alle Mitgliedsunternehmen abrufen, ob ein Lieferant bereits auditiert wurde. Dies erspart Mehrfachauditierungen. Eine erfolgreich abgeschlossene Auditierung ist drei Jahre gültig(21) und muss dann wiederholt werden. Bei Nichterfüllung wird der Lieferant nicht ausgelistet, sondern durch Workshops und Schulungen entsprechend qualifiziert.

Problematisch sind Situationen und Umstände in den Produktionsbetrieben, die nicht durch Audits aufgedeckt oder gar behoben werden können. Wie Esther Tse, Division Manager Social Affairs Far East, betont, lassen sich so zum Beispiel Mängel im Bereich Kommunikation und Beschwerdemechanismen, Diskriminierungspraktiken oder unfreiwillige Überstunden durch ein gewöhnliches Sozialaudit nur schwer aufdecken. Hier arbeitet KarstadtQuelle augenblicklich im Verbund mit BSCI sowie mit anderen Organisationen daran, Qualifizierungssprogramme zu erstellen und durchzuführen, die sich speziell
diesen Problemen widmen. Umgekehrt ist das Unternehmen zugleich bemüht, durch geeignete Programme und Schulungen bei seinen umsatzschwächeren Lieferanten Verbesserungen in den Bereichen Fabrikmanagement und Personalführung zu erzielen, da hier häufig die Ursachen für andere Leistungsschwächen liegen. Die Beendigung der Geschäftsbeziehung zwischen KarstadtQuelle und seinen Lieferanten sieht das Unternehmen somit nur als letzte Konsequenz, wenn andere Formen der Überzeugung fehlschlagen. In der Regel erweist es sich als einfacher, wenn Unternehmen im Zusammenschluss mit anderen Unternehmen auftreten, um die einzelnen Fabrikanten vor Ort zu überzeugen, die Bedingungen in ihren Produktionsstätten zu verbessern.

In diesem Sinne erweist sich das Engagement Karstadt-Quelles im Rahmen der BSCI als durchaus vorteilhaft. So können die BSCI-Mitglieder gemeinsam Qualifizierungsmaßnahmen erarbeiten und durchführen, die ein einzelnes Unternehmen aufgrund eingeschränkter Kapazitäten nicht anbieten kann. So offeriert Karstadt- Quelle im Verbund mit BSCI eine Vielzahl von Workshops, die insbesondere die Kooperationsbereitschaft möglichst vieler Lieferanten erhöhen soll. So genannte Best-Practice-Modelle haben sich bislang als förderlich erwiesen. Unternehmer, die mit großem Erfolg auch hinsichtlich der Steigerung von Produktivität und Produktqualität die Arbeitsbedingungen in ihren Produktionsstätten verbessern konnten, teilen ihre Erfahrungen mit Kollegen und Mitbewerbern und geben praktische Hinweise zur Verbesserung. Es ist mit Gewissheit festzustellen, dass Anstrengungen, die auch von Seiten des Fabrikmanagements mit Überzeugung gemacht werden, eine weitaus nachhaltigere Wirkung erzielen, als solche, die nur durch Druck beziehungsweise Drohung der Aufkündigung der Geschäftsbeziehung verfolgt werden.

Neben ist die Region Osteuropa/Türkei der zweitbedeutendste Schwerpunkt für die Warenbeschaffung des KarstadtQuelle-Konzerns. Dabei wird, so Dr. Marion Schenk, zuständig für Auditierung und Zertifizierung, in diesen Ländern, wie etwa der Türkei, oder , die Notwendigkeit zur Einhaltung von Normen der Sozialstandards in Wirtschaft und Gesellschaft im Allgemeinen anerkannt. Zudem unternimmt beispielsweise das rumänische Arbeitsministerium große Anstrengungen, um über landesweit tätige Arbeitsinspektoren in den Betrieben die ordnungsgemäße Abgabe von Steuern, die Existenz von Arbeitsverträgen oder die Zahlung der gesetzlichen Mindestlöhne zu kontrollieren. Diese Kontrollen finden in Exportbetrieben, zu denen auch die KarstadtQuelle-Lieferanten gehören, mindestens fünfmal pro Jahr statt. Dass der gesetzliche Mindestlohn, der in derzeit bei ca. 80 Euro netto im Monat liegt, nicht ausreicht, um die Grundbedürfnisse der Arbeitnehmer zu befriedigen, hat das vom BMZ und der GTZ betreute Pilotprojekt „Förderung der Dialogfähigkeit zwischen Management und Beschäftigten“ gezeigt. Viele der an diesem Projekt beteiligten Betriebe verzeichnen im Frühjahr und Herbst extrem hohe „Krankheitsraten“ bei ihren Mitarbeitern, da diese die privaten Gärten bestellten bzw. zur Ernte zuhause blieben, um so im Rahmen der eigenen Landwirtschaft die Versorgung der Familie sicherzustellen. Die Fehlzeiten wirken sich negativ auf die Qualität der herzustellenden Produkte, auf die Einhaltung zugesagter Liefertermine und so letztendlich auf das Image des Betriebes und die zukünftige Auftragslage aus. Dadurch, dass Management und Beschäftigte im Rahmen des genannten Projektes erstmals gemeinsam an einem Tisch saßen, gelang es, sich hinsichtlich dieser Problematik einander anzunähern.

Vor allem die Türkei verfügt im Textilsektor über eine Vielzahl von Betrieben unterschiedlicher Größe. Die Lieferanten, mit denen KarstadtQuelle hier zahlreiche seiner Geschäfte abwickelt, befinden sich seit 2003 im Prozess der Sozialauditierung oder haben ihn bereits erfolgreich absolviert. Neben allgemein üblichen firmeneigenen Sozialleistungen, z.B. kostenfreies Kantinenessen, werden die Näherinnen hier auch weit oberhalb der gesetzlichen Mindestbestimmungen entlohnt. Dem gesetzlichen Mindestlohn in der Türkei von rund 200 Euro pro Monat steht ein durchschnittlicher Verdienst einer Bandarbeiterin der Textilindustrie von etwa 370 Euro gegenüber. Dennoch gibt es neben diesen positiven Beispielen auch große Probleme wie etwa häufige Überstunden, die vor allem mit der Angst vor der chinesischen Konkurrenz nach dem Quotenfall und Befürchtungen des Abrutschens in die zweite Beschaffungsreihe begründet werden. Für die meisten der ortsansässigen Fabrikbesitzer steht hier der wirtschaftliche Nutzen der Sozialstandards im Vordergrund, wobei sie diesen durchaus ambivalent beurteilen. Hier gilt es, einerseits Verständnis für die Langzeitwirkung einer sozialverträglichen Produktion zu wecken und andererseits durch wachsende Geschäftsbeziehungen den praktischen Beweis hierfür anzutreten. Vertreter der Universitäten, die gegenwärtig dabei sind, die Leitung des Runden Tisches von der GTZ zu übernehmen, haben erkannt, wie wichtig und notwendig in diesem Prozess der Erfahrungsaustausch zwischen den Lieferanten über alle Konkurrenzbedenken hinweg ist. Hier können nur die mit Erfolg gelebten und aus den eigenen Reihen vermittelten Beispiele Skeptiker und Zögerer zum Umdenken bewegen.

Nachhaltig wirtschaften (rechnet sich)

Seit der Weltkonferenz zu Umwelt und Entwicklung in Rio de Janeiro im Jahr 1992 beschäftigen sich Regierungen, Unternehmen, Kommunen und Konsumenten mit der „Vision“ der Nachhaltigkeit, die neben der ökologischen auch eine ethisch-soziale und ökonomische Dimension enthält. Als guter Corporate Citizen steht die KarstadtQuelle AG zunehmend in der Pflicht, nicht nur die ökonomische, sondern auch die soziale und ethisch-moralische Nachhaltigkeit ihres Wirtschaftens zu belegen.

Transparenz hinsichtlich der Umsetzung seiner unternehmerischen Aspekte erreicht das Unternehmen seit 2004 unter anderem durch die regelmäßige Veröffentlichung seines Nachhaltigkeitsberichts. Im Vorwort des 2006 erschienen Nachhaltigkeitsberichtes schreibt Helmut Merkel: „Als Mittler zwischen Produzent und Kunde setzten wir uns konsequent für die Einhaltung von Sozial- und Umweltstandards bei unseren Partnern ein. Um unsere Kunden zu umwelt- und sozialverträglichem Einkaufen zu motivieren, finden in den Warenhäusern zahlreiche Aktionen wie die ‚Woche des fairen Handels’ und ‚Ökologischer Schulanfang’ statt. Unser Angebot an energieeffizienten Hausgeräten und an Textilien mit dem Siegel ‚Öko-Tex Standard 100’ haben wir im Berichtszeitraum deutlich gemacht.“(22)

Nachhaltig wirtschaften bedeutet für KarstadtQuelle, langfristig erfolgreich sein. Jeder verantwortliche Konsument kann und will mit seinem Kaufverhalten einen persönlichen Beitrag für die Schonung der Umwelt leisten. Zugleich sorgt er dafür, dass der menschliche Wohlstand in den Entwicklungs- und Schwellenländern, wo Teile dieser Güter produziert werden, kontinuierlich steigt. Erst dann lassen sich dort Umwelt- und Sozialstandards in angemessener Weise durchsetzen.

Damit sich ein Unternehmen verstärkt mit ethischen Fragen seines Handel(n)s auseinandersetzen kann, sind bewusste Kaufentscheidungen der Konsumenten notwendig: „Unternehmen,die ihre Produktionsbedingungen nach ökologischen und sozialen Standards ausrichten, soll man nicht nur loben, sondern gezielt deren Produkte kaufen. Alleine vom Lob können diese Betriebe auch nicht leben.“(23)

1) Hans-Martin Sass: Ethische Risiken im wirtschaftlichen Risiko. In: Wirtschaft und Ethik. Hg.Von Hans Lenk und Matthias Maring. 2002, S. 233.

2) In Hans Küng (Hg.): Globale Unternehmen – globales Ethos. Frankfurt/M. 2001, S. 7.

3) Bei einer Umfrage im Auftrag der Bertelsmann-Stiftung im Jahr 2005 gaben 82 Prozent der Unternehmen zu Protokoll, dass CSR bei ihnen Chefsache sei. Allerdings unterhalten nur vier Prozent der Befragten eigene CSR-Teams. Vgl. Profile 1(2006), S. 13.

4) Vgl. Media Tenor Forschungsbericht Nr. 153 (1. Quartal 2006); S. 67.

5) Business Social Compliance Inititative.Vgl.www.bcsi-eu.org (Stand: 29.5.2006).

6) Deutsches Netzwerk Wirtschaftsethik (DNWE).Vgl.www.dnwe.de (Stand: 15.5.2006).

7) Vgl.www.csr-news.net.

8) Studentisches Netzwerk für Wirtschafts- und Unternehmensethik (sneep) .Vgl.www.sneep.info (Stand: 15.5.2006).

9) Das Kapitel basiert auf zahlreichen Auskünften von Klaus Wilmsen (Leiter Qualitätssicherung/Umweltschutzbeauftragter der Karstadt Warenhaus GmbH) und Heike Sommer (Abteilungsleiterin – Ass. Leitung Qualitätssicherung Umweltschutz), denen ich an dieser Stelle für die stets kollegiale Zusammenarbeit herzlich danke.

10) Im Konzern arbeiten rund 68.000 Mitarbeiter in Vollzeit (Stand: 31.12.2005). Zu den Geschäftsfeldern gehören Karstadt (Waren- und Sporthäuser),Versandhandel (Quelle, neckermann.de, Spezialversand Ausland, E-Commerce,Thomas Cook (50-Prozent-Beteiligung), Dienstleistungen und Immobilien.

11) Vgl. Forderungen des Fairen Handels an die Welthandelspolitik. 2005, S. 7.

12) Befragt wurden 16.000 Personen in 16 Ländern. Vgl. www.nachhaltigwirtschaften.net/scripts/basics/eco-world/wirtschaft/basics.prg?session=42f9424344671934&a_no=442 (Stand: 17.5.2006).

13) Die internationale Initiative gegen illegale Kinderarbeit in der Teppichindustrie wurde 1995 gemeinsam von indischen Nichtregierungsorganisationen, deutschen und internationalen Hilfswerken und der Gesellschaft für technische Zusammenarbeit (GTZ) initiiert. Die RUGMARK-Initiative vergibt ein international registriertes Siegel für Teppiche, die nach den RUGMARK-Kriterien (keine Beschäftigung von Kindern unter 14 Jahren, Zahlung von wenigstens den gesetzlichen Mindestlöhnen an die erwachsenen Knüpfer, Akzeptanz von unangekündigten Kontrollen) geknüpft wurden. Das Konzept verfolgt dabei folgende Strategien: Kontrolle und Zertifizierung der Produktion vor Ort, Sozialprogramme für (ehemalige) Kinderarbeiter und deren Familien. Seit 1999 befindet sich RUGMARK unter dem Dach von TRANSFAIR e.V., dem Verein zur Förderung des fairen Handels mit der „Dritten Welt“.

14) 1992 startete der gemeinnützige Verein TransFair seine Arbeit mit dem Ziel, benachteiligte Produzentenfamilien in , Asien und Lateinamerika zu fördern und durch den fairen Handel ihre Lebens- und Arbeitsbedingungen zu verbessern.TransFair handelt nicht selbst mit Waren, sondern vergibt sein Siegel für fair gehandelte Produkte. Seit 1993 sind Markenartikel mit dem TransFair-Siegel auf dem deutschen Markt. Vgl. auch: Fairplay setzt sich durch. In: Stiftung Warentest 6 (2006), S. 78 sowie: www.test.de/csr (Stand: 28.5.2006).

15) Vgl. Die Wirkungen des Fairen Handels. Veranstaltungsdokumentation Forum Fairer Handel / AK Monitoring 21.11.05 in Frankfurt a. M. Mainz 2005, S. 20. Für diesen Hinweis danke ich Julia Ranke, Komponente Sozialstandards, Programmbüro Sozial- und Ökostandards, Abteilung 45 “Agrarwirtschaft, Fischerei und Ernährung”, Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) GmbH.

16) Der Forest Stewardship Council (FSC) wurde 1993 in Toronto gegründet. Diese nichtstaatliche, gemeinnützige Organisation setzt sich weltweit für eine ökologisch und sozial vertretbare Nutzung der Wälder ein. Der FSC verleiht nach einer unabhängigen Zertifizierung ein Gütesiegel, das die Einhaltung hoher ökologischer und sozialer Standards bei der Waldbewirtschaftung honoriert.

17) Vgl. Naomi Klein: No Logo! Der Kampf der Global Players um Marktmacht. München 2001, S. 335 und 435. 18 Prof. Helmut Merkel anlässlich der Aktionärsversammlung im April 2006.

18) Prof. Helmut Merkel anlässlich der Aktionärsversammlung im April 2006.

19) Corporate Social Responsibility. Eine Orientierung aus Umweltsicht. Hg. vom Bundesministerium für Umwelt. München 2006, S. 3.

20) Der Social Accountability 8000 (SA 8000) wurde 1997 von der Initiative Council on Economic Priorities (CEP), einer in ansässigen Non-Profit-Forschungsinstitution, entwickelt. Gegenstand des SA 8000 sind Arbeitsbedingungen und Rechte von Arbeitnehmern. Der Standard orientiert sich hierbei an Konventionen der International Labour Organisation (ILO).

21) Für SA 8000 zertifizierte Lieferanten gelten die Überwachungs- und Wiederholungsfristen im Rahmen der SA 8000-Systematik.

22) Vgl. Nachhaltigkeitsbericht 2006. Essen: Selbstverlag.

23) Heinz Schulze: Sozial-ethischer Einkauf von Kommunen: Sind Sozialstandards und Verhaltenskodizes dabei hilfreich? In: Sozial- und Umweltstandards bei Unternehmen: Chancen und Grenzen. Hg. von Christian Bussler und Alexander Fonari. München 2005, S. 138.

Der Beitrag ist erschienen in: FORUM Wirtschaftsethik, 14. Jg. Nr. 3, August 2006, S. 30 – 39





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