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Merkel: Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität sind die Grundwerte


Wednesday, August 23rd, 2006


In ihrer Rede zu Beginn des Programm-Kongresses der CDU in hat die CDU-Vorsitzende und Bundeskanzlerin Angela Merkel die Bedeutung des christlichen Menschenbildes betont. Daraus würden sich die drei Grundwerte Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität ableiten. Unter diesen Werten gebe es “keine Hierarchie”, sagte Merkel, denn sie würden einander bedingen.

Merkel: „Das christliche Menschenbild ist nicht nur für gemacht und endet auch nicht an den Grenzen Europas. Wir behalten das, was uns ausgemacht hat und was sich bewährt hat.“ Allerdings sei es eine „spannende Frage“, ob man mehr Freiheit wagen sollte, um der Gerechtigkeit und Solidarität willen. Hier gebe es Diskussionsbedarf. Dabei sei Freiheit „nicht die Freiheit von irgendetwas, sondern die Freiheit zu etwas, und zwar wozu der Mensch als Individuum befähigt ist, nämlich zur Übernahme von Verantwortung und zum Eingehen von Bindungen“, so Merkel weiter.

Nach Auffassung von Merkel hat sich das Konzept der „sozialen Marktwirtschaft“ in Deutschland bewährt. Die soziale Marktwirtschaft sei mehr als eine Wirtschaftsordnung, sie sei ein gerechtes und solidarisches Gesellschaftsmodell. Im Zuge der Grundsatzprogramm-Debatte müsse aber geklärt werden, was die soziale Marktwirtschaft im 21. Jahrhundert ausmache.

Merkel nahm auch zu den Herausforderungen der Globalisierung Stellung: „Unsere Interessen in einer globalen Welt: Nicht in einer Nische verdrücken, nicht fatalistisch werden, sondern kämpferisch für unsere Werte eintreten.“ Dabei bezog sie sich insbesondere auf die Bereiche Patentrecht und Urheberschutz. Ideenklau sei kein Kavaliersdelikt und müsse international sanktioniert werden. Deutschland dürfe nicht das einzige Land bleiben, das sich diesen Werten verpflichtet fühlt. „Vehement und leidenschaftlich“ müssten andere Länder überzeugt werden.

Als Gründe für ein neues Grundsatzprogramm nannte die Parteivorsitzende die neue außen- und sicherheitspolitische Lage sowie die Zukunft der sozialen Marktwirtschaft.

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Dr. Stephan Pesch (CiW Wirtschaftsnachrichten)



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