Die Universität Siegen lädt Sie am 09. November 2006 zum Workshop „Konsumenten und Unternehmen als Bürger – Bürgerschaft als politische Dimension des Marktes?“ ein.
Im Workshop problematisieren Wissenschaftler unterschiedlicher Disziplinen sowie Praktiker aus Nichtregierungsorganisationen und Wirtschaftsunternehmen die Übertragung des Citizenship-Konzepts auf Verbraucher- und Unternehmerverhalten. Die Frage nach der politischen Dimension des Marktes stellt sich insbesondere vor dem Hintergrund von Prozessen der ökonomischen Globalisierung: einerseits haben multinationale Unternehmen an Einfluss gewonnen, andererseits sind sie zuweilen auch Opfer eigener Marketingstrategien geworden. Boy- und Buykott-Aktionen im Rahmen von Corporate Campaigns verdeutlichen die auch in Deutschland gewachsene Tendenz zur Politisierung der Verbraucheröffentlichkeit und Mobilisierung zivilgesellschaftlicher Akteure als „Consumer Citizens“. Auch von Unternehmensseite wird der Bürgerschaftsbegriff in Anspruch genommen, um entsprechend ihres Machtgewinns als „Corporate Citizens“ gesellschaftliche Verantwortung zu zeigen.
Wie ist nun die Übertragung des Bürgerschaftskonzeptes auf unterschiedliche Sphären des Marktes zu bewerten? Kommt es zu einer Erweiterung des individuellen und kollektiven Handlungsrepertoires von Bürgern in spätmodernen Konsumgesellschaften und welche Rolle können transnational operierende und nicht territorial gebundene Unternehmen als verantwortliche Bürger spielen?
Wir bitten um Ihre Anmeldung bis zum 22. Oktober 2006 (protest-cultures@fk615.uni-siegen.de), zeitnah erhalten Sie dann auch weitere Informationen zur Anreise etc. Die Teilnahme am Workshop ist kostenlos.
Kontakt:
Teilprojekt A6 “Protest und Medienkulturen im Umbruch. Transnationale Corporate Campains im Zeichen der digitalen Kommunikation”, SFB/FK 615 “Medienumbrüche”, Universität Siegen, Projektleiterin: Prof. Dr. Sigrid Baringhorst, Email: protest-cultures@fk615.uni-siegen.de