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Breit angelegte Initiative zum Thema CSR in Kärnten


Monday, July 31st, 2006


Erste Umfrageergbenisse des Projekts “Verantwortung zeigen” präsentiert

Eine Erhebung in bisher 122 Kärntner Unternehmen zeigt, dass Verantwortung in erster Linie gegenüber Kunden und Mitarbeitern gelebt wird. Spenden und Sponsoring sind für viele Betriebe selbstverständlich, auch wenn sich die Unternehmen für ihr Engagement mehr öffentliche Anerkennung wünschen würden.

Erstmals haben Wirtschaftskammer Kärnten, Industriellenvereinigung Kärnten und Katholische Kirche in Kärnten in Unternehmen eine intensive Diskussion zu Fragen der gesellschaftlichen Verantwortung initiiert. Eine ARGE aus den österreichweiten Vereinen respACT austria und Center for Corporate Citizenship Austria ist Träger dieses ambitionierten von der EU geförderte Projekts “Verantwortung zeigen“, das spiegelgleich auch in Südtirol stattfindet, und operativ von Dr. Iris Straßer (Strasser & Strasser Consulting GmbH) umgesetzt wird.

Im ersten Schritt geht es darum, eine möglichst umfassende Dokumentation der gesellschaftlichen Aktivitäten von Kärntner Unternehmen zu erstellen. Basis dafür bildet eine Unternehmensbefragung, an der sich schon 122 Unternehmen aktiv beteiligt haben. Das Zwischenergebnis dokumentiert die Schwerpunkte des gesellschaftlichen Engagements der Kärntner Unternehmen, die sich im Wesentlichen mit den Südtiroler Ergebnissen decken:

  • 87% der Unternehmen geben an, dass die persönliche Werthaltung der Führungsebene der bestimmende Faktor des Engagements ist.
  • 84% Prozent der Unternehmer und Führungskräfte wollen mit ihrer Geschäftstätigkeit auch etwas Positives in ihrem Umfeld bewegen.
  • Kunden sind die wichtigsten Partner der Unternehmen, unmittelbar gefolgt von Mitarbeitern; mit einigem Abstand werden Banken und Medien als Interessensgruppen ernst genommen.
  • Soziales Engagement umfasst vor allem Maßnahmen zur Arbeitssicherheit und die Weiterbildung von MitarbeiterInnen; für die betriebliche Unterstützung bei der Kinderbetreuung fühlen sichdie Unternehmen deutlich weniger zuständig.
  • Im ökologischen Engagement dominiert Risikovorsorge.
  • Gemeinnütziges Engagement, z.B. Sponsoring und Spenden, ist für viele Kärntner Betriebe selbstverständlich, wird aber selten geplant und meist spontan entschieden.
  • Hindernisse orten Unternehmen im hohen Zeitaufwand und der fehlenden Wertschätzung ihres Engagements. Bei den Erwartungenstehen verstärkte Öffentlichkeit des Themas und erfolgreicheBeispiele aus der Praxis an erster Stelle.
  • Es gibt wenig signifikante Unterschiede zwischen größeren Unternehmen (über 50 Mitarbeiter) und kleineren (unter 50 Mitarbeiter). Für größere Unternehmen sind Medien und Anteilseigner (z.B. Aktionäre) als Partner deutlich wichtiger, zudem spielt für sie die Lehrlingsausbildung eine um vieles wichtigere Rolle als für kleine Betriebe.
  • Nun werden in einem zweiten Schritt Good Practise Beispiele gesammelt und mit besonders engagierten Betrieben Unternehmensreportagen erstellt. Sie sollen aufbauend auf einer Bestandsaufnahme Anstoß geben, das gesellschaftliche Engagement gezielt auszubauen. Eine Reihe namhafter Unternehmen haben bereits ihr Interesse bekundet und ihre Teilnahme an der Initiative zugesagt. Darunter etwa die Hirsch Servo AG, die sich seit geraumer Zeit mit dem Thema Nachhaltigkeit auseinander setzt und erst jüngst ihren ersten Nachhaltigkeitsbericht veröffentlicht hat – zugleich den ersten in Kärnten.

    Die Studie ist hier online verfügbar: Zwischenergebnisse des Projekts “Verantwortung zeigen” (PDF, 4MB)




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