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Punkten mit Fairness - Straßenfußballturniere von Aktion Mensch und Postbank

Posted By Achim Halfmann (CSR NEWS) On July 5, 2006 @ 5:40 am In +german, editor's news | Comments Disabled

Bonn > Bei der Weltmeisterschaft ist sie wichtig, bei “Cool down, kick off!” sogar spielentscheidend: die Fairness. Punkten können Kinder und Jugendliche zwischen acht und 17 damit auch dieses Jahr, denn Aktion Mensch und Postbank veranstalten von Mitte Juli bis Ende September zum dritten Mal Straßenfußballturniere für und mit Kindern aus sozialen Brennpunkten. Geplant und durchgeführt wird “Cool down, kick off!” in zehn deutschen Städten gemeinsam mit Vereinen und Initiativen, die vor Ort in der Kinder- und Jugendarbeit aktiv sind. Nicht nur die Tore zählen - Matchwinner bei diesen Turnieren sind vor allem Teamgeist, Fairness und Respekt. Kein Schiedsrichter bewertet das Spiel, sondern beide Mannschaften gemeinsam unter der Leitung eines Teamers. Auch die Nachhaltigkeit ist gewährleistet: Bei allen Veranstaltungen werden interessierten Betreuern die Regeln von Straßenfußball für Toleranz vermittelt, so dass sie das Konzept vor Ort weiter nutzen können.

“Cool down, kick off! Straßenfußball für Toleranz” entstand im Rahmen der seit März 2004 bestehenden Sozialpartnerschaft zwischen der Postbank und Aktion Mensch. Kern dieser Partnerschaft sind gemeinsam geplante und organisierte Veranstaltungen im Bereich der allgemeinen Kinder- und Jugendhilfe. “Cool down” ist frei von Werbung oder Promotion und nachhaltig angelegt. Die Auswahl der lokalen Partner und die Durchführung der jährlich 10 Veranstaltungen bundesweit geschieht partnerschaftlich zwischen Aktion Mensch und Postbank. Bei der Konzeption des Projektes hat der Deutsche Fußballbund fachlich beraten.

Acht Minuten und ohne Torwart

Die Mannschaften spielen in gemischten Teams vier gegen vier ohne Torwart. Zwei praxiserfahrene Teamer betreuen die Teams und moderieren das Spiel. Vor jedem Spiel besprechen beide Mannschaften gemeinsam die Regeln und werten das acht Minuten dauernde Match zusammen mit dem Teamer aus. Die Mannschaften geben sich gegenseitig Punkte für den Gewinn nach Toren, für Fairplay und für weitere vorher vereinbarte Regeln, wie beispielsweise ausgeprägtes Mannschaftsspiel. Wird die “Mädchenregel” vereinbart, muss bei jeder Mannschaft mindestens ein Mädchen mitspielen und ihre erzielten Treffer doppelt gewertet werden.

Konflikte friedlich lösen

Das Konzept “Straßenfußball für Toleranz” stammt aus Südamerika und hat inzwischen auch in Deutschland viele Fans. Im Mittelpunkt steht dabei der Gedanke, Kinder und Jugendliche für Kooperation und Verantwortung zu begeistern und damit ihre Sozialkompetenzen zu stärken. Schwächere ins Team einbinden, Konflikte friedlich lösen und sich selbst wahrnehmen - all das führt bei “Cool down, kick off!” zum Abbau von Vorurteilen.

Ein Netzwerk für Kinder und Jugendliche

“Cool down, kick off! Straßenfußball für Toleranz” wurde im Sommer 2004 gestartet. Das Projekt verbindet die Partner und ihre Ziele: Die Aktion Mensch unterstützt seit Anfang 2003 neben Institutionen der Behindertenhilfe und -selbsthilfe auch Kinder- und Jugendprojekte. Die Postbank ist Nationaler Förderer der FIFA WM 2006 und Premium-Partner des Deutschen Fußball-Bundes. Anfang des Jahres haben Aktion Mensch und Postbank bundesweit Vereine und Initiativen aufgerufen, sich für “Cool down, kick off!” zu bewerben und wählten aus den zahlreichen Einsendungen zehn zur Ausrichtung eines Turniers.

Als lokale Partner bewerben sich ausschließlich Jugendeinrichtungen in sozialen Brennpunkten. Je nach Stadt sind die Probleme der Kids unterschiedlich. Migrationshintergrund, Arbeitslosigkeit und Integrationsprobleme bilden den Kern der Probleme. Über das Konzept “Straßenfußball für Toleranz” trainieren die Kids den fairen Umgang miteinander, Dialogfähigkeit und Konfliktmanagement. Großes Plus dabei ist, dass die Jugendlichen schon während des Turniers unter der Anleitung von erfahrenen Teamern neue, positivere Verhaltensweisen ausprobieren und damit gleich ein Erfolgserlebnis haben. Dies bestätigen uns auch die Sozialarbeiter in den Einrichtungen mit denen wir kooperieren immer wieder. Pro Jahr erreichen wir ca. 1.000 Kinder und Jugendliche.

Mit Fairplay in die zweite Hälfte des Fußballsommers

Im Juli geht’s nach der Weltmeisterschaft also nahtlos weiter auf dem Rasen: Gepunktet wird ab dem 11. Juli in Darmstadt mit dem Kinder- und Jugendhaus Waldkolonie. Weitere Turniere finden in Neubrandenburg (15. Juli) und Chemnitz (18. Juli) statt, dann folgen Essen (1. September), Duisburg (2. September), Flensburg (8. September), Fulda (16. September), Wutha-Farnroda/Eisenach (17. September) und Kaiserslautern (20. September), das letzte Turnier für dieses Jahr startet am 30. September in Regensburg.


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