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Forum CSR international



Hängematten - Deutsch-Brasilianische Kooperation schafft vorbildliche Arbeitsbedingungen


Tuesday, June 20th, 2006


Freiburg > In der Hängematte schaukelt man hierzulande meist an einem warmen Sommernachmittag zwischen zwei Bäumen, einfach um sich zu entspannen. Anders in Südamerika, dort verbringen traditionell viele Menschen die Nacht in der Hängematte, seit Generationen dient sie ihnen als Schlafstelle.

Die traditionelle Hängemattenfertigung Brasiliens erlitt einen Einbruch, als vor einigen Jahren immer mehr billige Schaumstoffmatratzen aus Fernost die Hängematte als Bett verdrängten. Zahlreiche Manufakturen mussten schließen und viele Beschäftigte verloren ihren Arbeitsplatz. Hier stellt das Freiburger Umweltversandhaus Waschbär seine soziale Kompetenz unter Beweis und unterstützt eine Hängemattenmanufaktur in Ceara, einer der ärmsten Regionen Brasiliens:

Heute garantiert der Export von Amazonas-Hängematten aus Ceara mehr als 100 Arbeitern einen festen Arbeitsplatz. Zusätzlich verfügen die Arbeiter über soziale Standards, die in den ländlichen Gebieten Brasiliens noch weitgehend unbekannt sind. Wichtigster Bestandteil der Kooperation mit dem Umweltversandhaus Waschbär ist neben guter Bezahlung der Arbeiter vor allem die Sorge dafür, dass in der Hängemattenmanufaktur keine Kinder arbeiten.

Jeder Artikel bei Waschbär hat einen so genannten Artikelpass, wo jeder Lieferant die genaue Herkunft und Verarbeitung seiner Produkte exakt und lückenlos dokumentieren muss. Sollte Waschbär Abweichungen davon feststellen, wird sofort reagiert. Die Kooperation mit dem Hängemattenimporteur Amazonas hat der Waschbär Versand in einer Vereinbarung genau regelt.

Matthias Saul, Geschäftsführer der Amazonas GmbH, hat die Produktionsstätte gemeinsam mit einem Brasilianer in Ceara, einem der ärmsten Bundesstaaten Brasiliens, aufgebaut. Das Unternehmen entstand “auf den Trümmern” einer kleinen, seit Jahren stillgelegten Familienproduktion. Die Firma befindet sich heute zu 100% in brasilianischer Hand, finanziert ihre Investitionen aber mit zinslosen Krediten der deutschen Amazonas GmbH. Das gibt Mitsprachemöglichkeiten, die Saul bei seinen Reisen nach dort mehrmals im Jahr auch zur Überwachung der Produktionsbedingungen nutzt. Kinderarbeit wird dort nicht geduldet. Viele Arbeiter in umliegenden Unternehmen dieser abgelegenen Gegend werden mit einer Barzahlung abgefunden. Die Mitarbeiter des Partnerunternehmens von Amazonas sind jedoch nach anfänglichem Widerstand des brasilianischen Partners offiziell registriert und damit kranken- und sozialversichert. Die meisten Arbeitnehmer erhalten mehr als den gesetzlichen Mindestlohn, und zusätzlich bietet das Unternehmen zwei kostenlose Mahlzeiten am Tag und bezahlten Urlaub.

Der Export nach Europa bringt noch weitere Vorteile für die Arbeiter. Die Umweltverträglichkeit der verwendeten Farben kommt nicht nur den Gewässern Brasiliens zugute, sondern bedeutet auch einen gesunden Arbeitsplatz für die Arbeiter, welche die gefärbte Baumwolle weiterverarbeiten.

Zusätzlich werden für die Hängematten sämtliche Rohmaterialien in regelmäßigen Analysen auf AZO-Farbstoffe, Schwermetalle, Formaldehyd und andere Schadstoffe durchgeführt, um die hohe Qualität der Produkte zu sichern. So schaukelt es sich noch unbeschwerter!

Infos unter www.waschbaer-umweltversand.de




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Achim Halfmann (CSR NEWS)

Achim Halfmann is CSR NEWS' managing director and editor-in-chief.

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