Wiesbaden > Rentner sollten mehr Verantwortung in der Gesellschaft übernehmen, zum Beispiel durch Ehrenämter, denn sie haben schließlich mehr Zeit als Berufstätige. Das ist ein Ergebnis der repräsentativen Befragung von über 50jährigen durch TNS Infratest im Auftrag der DBV-Winterthur Versicherungen. Das Versicherungsunternehmen wendet sich damit einer Zielgruppe zu, die in Programmen der gesellschaftlichen Unternehmensverantwortung chronisch vernachlässigt scheint: den Senioren.
Über 70 Prozent der in dieser Studie Befragten fordern, dass Ältere durch ehrenamtliche Arbeit mehr Verantwortung für die Gesellschaft übernehmen sollen. Gemeinschaftssinn vor Egoismus - diese Auffassung setzt sich mit zunehmendem Alter immer mehr durch. Sind es bei den 50- bis 59jährigen noch 62 Prozent, die Ehrenämter für Rentner befürworten, sind es bei den über 60jährigen schon 77 Prozent. Vor allem Menschen mit höherer Schulbildung befürworten gesellschaftliches Engagement: 79 Prozent derjenigen mit (Fach)Abitur fordern von den Rentnern gesellschaftliches Engagement, während es bei den Volks- und Hauptschulabgängern nur 68 Prozent sind.
Fazit: Ältere fühlen sich mehr als Jüngere verpflichtet, weiterhin etwas für die Gesellschaft zu tun. Nur Kostgänger der Jungen - das wollen die wenigsten sein. Dass vor allem Ältere - 72 Prozent der Generation 60plus - Risikosportarten als nicht mehr fürs fortgeschrittene Alter geeignet betrachten, wird der Versicherungswirtschaft gefallen haben.