Berlin > Der Staat muss fördernde Rahmenbedingungen für gesellschaftlich verantwortlich handelnde Unternehmen schaffen. In Deutschland sind die Möglichkeiten des Staates auf diesem Feld noch lange nicht ausgeschöpft. Das sagte Liz Mohn, die stellvertretende Vorsitzende des Kuratoriums der Bertelsmann-Stiftung, heute in Berlin bei der Eröffnung der Tagung “Verantwortung neu denken - Unternehmen im Dialog”. Unternehmen können dort ihren Beitrag leisten, wo Staat, Kirchen und Vereine alleine nicht weiterkommen. Corporate Social Responsibility (CSR) sei ein Beitrag für mehr Toleranz, Partnerschaft, Kreativität und Leistungsbereitschaft in einer lebendigen Bürgergesellschaft.
Zugleich betonte Liz Mohn dabei, andere gesellschaftliche Akteure dürften nicht aus der Verantwortung entlassen werden. Die Teilnehmer aus Großunternehmen, Mittelstand und Nichtregierungsorganisationen erinnerte sie daran, dass unbedingte Ehrlichkeit als Grundlage für erfolgreiche gesellschaftliche Verantwortung unverzichtbar sei.
Die Tagung “Verantwortung neu denken - Unternehmen im Dialog” beschäftigt sich heute mit unterschiedlichen Fragen gesellschaftlicher Unternehmensverantwortung unter den Bedingungen der Globalisierung, die bereits bei der Eröffnungsansprache eine zentrale Rolle spielt. Ein Unternehmen braucht im globalen Wettbewerb kreative Mitarbeiter, wie sie gelebte CSR fördert, so Liz Mohn.