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Corporate Responsibility Rating

Posted By Robin Keppel (CSR NEWS) On May 29, 2006 @ 4:46 pm In +german | Comments Disabled

Machinenbaubranche: Nachhaltigkeit hat Startprobleme - so betitelte die oekom research AG aus München einen aktuellen Beitrag. Sie hat verschiedene Unternehmen analysiert und berichtet darüber folgendes:

Baumaschinen, Lastwagen oder Generatoren – die Machinenbaubranche stellt Produkte mit langer Lebensdauer her. Wie aber steht es mit der nachhaltigen Ausrichtung der Branche in Bezug auf ökologische und soziale Aspekte? oekom research untersuchte im aktuellen Nachhaltigkeits-Rating die 19 weltweit wichtigsten Unternehmen der Maschinenbau-Branche. Als eindeutig führend erwiesen sich dabei Volvo als Hersteller von LKWs und Bussen sowie ABB, der schweizer Spezialist für elektrische Großanlagen. Auf einer Skala von A+ bis D- erreichten die beiden Vorreiter die Note B-. Insgesamt hinkt die Branche im Vergleich zu anderen Sektoren jedoch hinterher und erreicht im Durchschnitt die Note C.

“Der Schlüssel zu einer nachhaltigeren Maschinenbauindustrie liegt aufgrund der Langlebigkeit der Produkte in der stetigen Steigerung der Öko-Effizienz, besonders im Hinblick auf Energie-, Kraftstoff- und Materialverbrauch”, erklärt Till Jung, branchenverantwortlicher Analyst bei oekom research. Die Unternehmen haben dies erkannt und legen hierauf den Schwerpunkt ihrer Nachhaltigkeitsaktivitäten. Vor allem die Branchenleader Volvo und ABB setzen hier Maßstäbe. “Darüber hinaus stellen wir jedoch ein vergleichsweise niedriges Engagement der Branche in Sachen Umwelt fest”, kritisiert Jung. So vermissten die Analysten bei den meisten Unternehmen konkrete Maßnahmen zur Verminderung der Emissionen im Produktionsprozess. Auch bei den Produkten selbst reichen die Anstrengungen der Unternehmen zur Abgasreduktion nicht über die gesetzlichen Anforderungen hinaus. “Immerhin sind Motoren und insbesondere Dieselmotoren für die Mehrheit der untersuchten Unternehmen ein Kerngeschäft”, gibt der Experte zu bedenken. Ebenso konnte keines der Unternehmen mit überzeugenden Lösungen bei regenerativen Antriebssystemen aufwarten. Potenziale für die Zukunft sieht Jung auch im Ausbau des Remanufacturing – also der Wiederaufbereitung und Wiederverwendung von Produktkomponenten, wie es von dem amerikanischen Baumaschinen-Hersteller Caterpillar bereits vorbildlich realisiert wird.

Mangelhaft schneiden die untersuchten Unternehmen bei den sozialen Kriterien “Mitarbeiter” und “Zulieferer” ab. Hier hat die Maschinenbau-Industrie noch einiges aufzuholen um die Standards anderer Branchen zu erreichen. Deutlich wird dies etwa an den fehlenden Arbeits- und Sicherheitsstandards für Zulieferer, die mit Blick auf die zunehmende Auslagerung ganzer Produktionsabschnitte nach Osteuropa oder China immer bedeutender wird. Lediglich sieben Unternehmen konnten hier überhaupt einen Ansatz erkennen lassen. Atlas Copco aus Schweden ist diesbezüglich mit der Einführung einer 10-Punkte-Checkliste für Zulieferer am weitesten vorangeschritten. In anderen Bereichen wie Arbeitsschutz und Gleichberechtigung haben einzelne Unternehmen bereits Gas gegeben und brauchen den branchenübergreifenden Vergleich nicht zu scheuen: In Sachen Sicherheit haben SKF (Schweden) und Cummins (USA) die Nase vorn. Die schwedischen Unternehmen Volvo und Atlas Copco sind mit guten Konzepten zum Thema Gleichberechtigung im Rennen.

“Insgesamt steht die Branche erst am Anfang, was die Integration von ökologischen und sozialen Aspekten in die Unternehmensführung betrifft”, fasst Jung zusammen. Ein Grund dafür sei der geringe Druck durch die Endverbraucher, da sich die Unternehmen vor allem im Business-to-Business-Umfeld bewegen. “Ich gehe aber davon aus, dass die Branche dadurch ein Spätzünder ist und ihren Rückstand in den nächsten Jahren aufholen wird”, prognostiziert Jung.

Der englisch sprachige “Corporate Responsibility Industry Report Machinery” legt die Ergebnisse aller analysierten Unternehmen offen und ermöglicht damit aktuelle und umfassende Einblicke in die Aktivitäten der Branche. Er kann bei oekom research für 2.990 Euro erworben werden. Rating Reports einzelner Firmen sind für 350 Euro erhältlich.

Nähere Informationen erhalten Sie bei:

Sylvia Kloberdanz, Marketing und PR, oekom research AG
Tel. ++49-(0)89-544184-64,
Email: kloberdanz[at]oekom-research. com


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