Augsburg - Die Apothekerverbände von Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein haben mit dem beta Institut für angewandtes Gesundheitsmanagement und der betapharm Arzneimittel GmbH eine umfangreiche Kooperation bis zum Jahr 2010 vereinbart. Ziel der neuartigen Zusammenarbeit ist, dass die Apotheker der fünf Regionen ihre Kunden umfassender zu sozialmedizinischen Fragen beraten und damit insgesamt besser betreuen können.
Den beteiligten 5.000 Apotheken - das sind rund ein Viertel aller deutschen Apotheken - wird dafür das Wissenssystem betaCare zur Verfügung gestellt. Dazu betapharm-Geschäftsführer Dr. Wolfgang Niedermaier: “Mit betaCare haben diese Apothekerverbände nun eine optimale Informationsbasis, um belastete Patienten flächendeckend besser sozial beraten zu können. Und wir hoffen, dass sich dieser Impuls vom Norden in den Süden Deutschlands weiter ausbreitet.” Insgesamt soll betaCare dazu beitragen, dass Patienten mit Krankheit und deren Folgen im Alltag besser zurechtkommen.
Für die Apotheker hat das Projekt auch gesundheitspolitische Bedeutung. Mathias Arnold, Vorsitzender des Landesapothekerverbandes Sachsen-Anhalt: “Aus unserer täglichen Arbeit wissen wir um die Belastung gerade unserer älteren und chronisch kranken Patienten mit sozialen Problemen. Oft gibt es sogar eine Lösung, doch der Patient kann das eigentliche Problem nicht eingrenzen und findet so auch nicht den richtigen Ansprechpartner. Hier können die Apotheken vor Ort jetzt besser helfen.” In Sachsen-Anhalt, das in der Umsetzung des Projektes als Modellregion dient, haben inzwischen über 90 Prozent der Hausapotheken an den betaCare Seminaren teilgenommen. Die Resonanz war sehr positiv: “Die Seminare wurden durchweg sehr gut aufgenommen und die Kollegen betonten die große Relevanz des Themas für ihre praktische Arbeit“, erklärt Mathias Arnold.