Wuppertal > Sie werden verschleppt, reißen aus, laufen weg, tauchen unter: Mehr als 50.000 Kinder verschwinden jedes Jahr in Deutschland. Doch während die meisten bald wieder bei ihren Eltern sind, werden derzeit 1.200 Kinder dauerhaft vermisst. Damit die Suche nach ihnen nicht in Vergessenheit gerät, beteiligt sich Wal-Mart Germany schon zum vierten Mal gemeinsam mit der Elterninitiative Vermisste Kinder und der Opferschutz-Organisation Weißer Ring am morgigen Internationalen Tag der vermissten Kinder.
Mit zahlreichen Aktionen in Berlin und 19 weiteren Städten in Deutschland wollen das Einzelhandelsunternehmen Wal-Mart, die Elterninitiative und der Weiße Ring nicht nur die Erinnerung an die Kinder wachhalten, sondern auch konkret auf einzelne Schicksale hinweisen. Wal-Mart wird allein 50.000 Vergissmeinnicht-Blumen aus Stoff herstellen, um Passanten und Kunden auf den weltweiten Tag und die Suche nach verschollenen Kindern hinweisen zu können. In allen 88 Wal-Mart-Märkten bundesweit stellen Schaukästen konkrete Einzelschicksale vor und bitten um die Mithilfe von Kunden und Mitarbeitern. Zusätzlich werden Wal-Mart-Mitarbeiter und Aktive der Elterninitiative und des Weißen Rings wegen des Feiertages Christi Himmelfahrt bereits heute mit Infoständen in 15 Wal-Mart-Stores hinweisen.
Wal-Mart Germany beteiligt sich bereits seit 2003 am Internationalen Tag der vermissten Kinder und kooperiert seit 2002 eng mit der Elterninitiative. Durch die Infotafeln in allen deutschen Märkten, die laufend auf ungeklärte Kinderschicksale hinweisen, ist es bereits gelungen, vermisste Kinder aufgrund der Hinweise von Kunden zu finden. Auch bei dem spektakulären Fall der vermissten Stephanie in Dresden im vergangenen Jahr haben die Wal-Mart Supercenter in der Region kurzfristig auf Bitten der Familie Suchprofile veröffentlicht.
In vielen Fällen laufen Kinder nach Familienauseinandersetzungen davon und scheuen den Weg zurück. Gerade hier können die flächendeckenden Suchmeldungen in den Supermärkten von Wal-Mart helfen. “Unsere Aktion war in solchen Fällen schon der Anlass, dass sich Kinder gemeldet und begleitet durch die Elterninitiative wieder den Kontakt zur Familie knüpfen konnten“, beschreibt Susanne Mueller, Pressesprecherin von Wal-Mart Germany. In den USA, wo Wal-Mart entsprechende Initiativen schon seit 1996 unterstützt, konnten bereits mehr als 100 Kinder durch Hinweise von Kunden und Mitarbeitern gefunden werden.
Erfolgsversprechend erscheint besonders die Zusammenarbeit mit der Elterninitiative Vermisste Kinder. Denn das Auffinden der Betroffenen alleine löst die Probleme nicht; viele Kinder verschwinden wiederholt aus ihren Elternhäusern: “Wir wollen während des Aktionstages auch die Eltern daran erinnern, Konflikte zu Hause auszudiskutieren, um das Weglaufen der Kinder zu vermeiden“, sagt Carl Bruhns, Vorsitzender der Elterninitiative Vermisste Kinder e.V.
Weitere Infos im Internet: www.vermisste-kinder.de