Düsseldorf > Die Stiftung UNESCO - Bildung für Kinder in Not wird in diesem Jahr fünf Projekte in drei Ländern der Sahel-Zone beginnen. Doch trotz dringend benötigter Hilfe bleibt die Spendenbereitschaft für die Menschen in Mali, Burkina Faso und Senegal äußerst gering, und bisher konnten auch keine Unternehmen für ein Engagement im Rahmen ihrer Corporate Social Responsibility gewonnen werden.
Mali, Burkina Faso und Senegal zählen zu den ärmsten Ländern der Welt. Im Senegal sterben Kinder an vermeidbaren Krankheiten wie Malaria, Diarrhöe oder Atemwegsinfektionen. In Mali und Burkina Faso liegt die Analphabetenrate bei über 70%. Beide Länder sind nach UN-Angaben auch in diesem Jahr von Nahrungsmittel-Engpässen bedroht. Nachhaltige Hilfe muss es den Menschen ermöglichen, eine langfristige Perspektive für ihr Leben zu bekommen. Nahrungsmittelhilfe allein reicht nicht aus.
Schwerpunkt der in diesem Jahr begonnenen fünf UNESCO-Projekte in Mali, Burkina Faso und im Senegal ist die Sicherstellung einer Grundbildung - eine Investition in die Zukunft der Menschen und eine Grundvoraussetzung für wirtschaftliches Engagement in der Region. Grund- und Volkschulen werden neu gebaut oder renoviert und mit Lehrmitteln ausgestattet sowie Alphabetisierungskurse für Erwachsene durchgeführt. Es hat sich gezeigt, dass eine Alphabetisierungsrate von mindestens 40 % Bedingung für ein nachhaltiges Wirtschaftswachstum ist. Darüber hinaus wird die Versorgung mit Trinkwasser sichergestellt und medizinische Versorgung gewährleistet. Aufforstungsprogramme und Schulungen in Ressourcen schonenden landwirtschaftlichen Techniken sollen eine abgesicherte Nahrungsproduktion in den nächsten Jahren ermöglichen.
Insgesamt werden für die Durchführung der Projekte 300.000 Euro benötigt. “Wir können nur dringend alle Menschen darum bitten, uns bei der Hilfe für die Menschen in der Sahel-Zone zu unterstützen. Ich appelliere an Schulen, Gemeinden, Vereine etc., den Menschen in Westafrika zu helfen“, so Ute Henriette Ohoven, Sonderbotschafterin der UNESCO. In der seit Jahren vernachlässigten Sahel-Zone ist nachhaltige Hilfe gefragt. An einem solchen Engagement interessierten Unternehmen werde die UNESCO alle Unterstützung gewähren, etwa durch die Organisation von Reisen in die Region, betonte ein UNESCO-Sprecher gegenüber CSR today.