Köln > Ford hat auf dem Gebiet Disability Management eine Vorreiterrolle inne. Mit dieser Bezeichnung verbindet sich ein industrieweit einzigartiges Konzept: Beschäftigte mit gesundheitlichen Einschränkungen werden wieder in den Arbeitsprozess integriert und Mitarbeiter möglichst lang für die Ausübung ihres Berufes bis zum späteren Renteneintritt fit gehalten. Mit dem im Jahr 2002 begonnenen Aufbau eines heute sechs Personen umfassenden Disability Management-Kernteams hat die Ford-Werke GmbH einen neuen Ansatz geschaffen, um die Fähigkeiten von Mitarbeitern, die an ihrem bisherigen Arbeitsplatz aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr eingesetzt werden können, sinnvoll weiter zu nutzen. Dies ist sowohl für Arbeitnehmer gerade vor dem Hintergrund des demographischen Wandels - immer mehr Menschen müssen länger arbeiten - als auch für den Arbeitgeber von immer größerer Bedeutung.
Seit heute ist Petra Zink neue Disability Managerin bei der Ford-Werke GmbH. Der 37-jährigen studierten Maschinenbau-Ingenieurin steht ein interdisziplinäres Team von Fachleuten aus der Produktion, Medizinern des Ford-Gesundheitsdienstes, der Schwerbehinderten-Vertretung sowie Mitgliedern des Betriebsrates und der Personalabteilung zusammen und kooperiert mit externen Spezialisten der Sporthochschule Köln.
Das Konzept ist bereits vielfach ausgezeichnet worden, unter anderem mit einem Sonderpreis im Wettbewerb “Gesünder arbeiten bis zur Rente”. Bei einer im Magazin “Capital” veröffentlichten Untersuchung des “europressedienstes” zu erfolgreichen Gesundheitskonzepten unter 200 der 500 größten deutschen Unternehmen kam das Ford-Gesundheitsmanagement unter die Top Ten. Bei der Bewertung des Angebots für die Mitarbeiter erzielte Ford sogar als einziges Unternehmen die maximale Punktzahl.
“Im Gegensatz zu herkömmlichen Ansätzen stehen bei unserem Konzept die positiven Aspekte im Vordergrund. Wir richten unser Augenmerk auf die Fähigkeiten der Betroffenen und damit auf das, was diese Beschäftigten können und nicht auf das, was sie nicht mehr können. Das führt nicht nur zu einer größeren Selbstachtung und besseren Motivation der Betroffenen, sondern in der Folge auch zu wirtschaftlichen Vorteilen für das Unternehmen, dient also beiden Seiten”, fasst Petra Zink das Disability Management-Konzept bei Ford zusammen.