Nachhaltigkeitspolitik soll eine wichtige Grundlage schaffen, um die Umwelt zu erhalten und die Lebensqualität, den sozialen Zusammenhalt in der Gesellschaft und die wirtschaftliche Entwicklung in einer integrierten Art und Weise sowohl in Deutschland als auch international voran zu bringen. Ziel ist es dabei, eine ausgewogene und gerechte Balance zwischen den Bedürfnissen der heutigen Generation und den Lebensperspektiven künftiger Generationen zu finden.
Die Bundesregierung hat im Jahr 2001 den Rat für Nachhaltige Entwicklung berufen. Er berät sie in ihrer Nachhaltigkeitspolitik und soll mit Vorschlägen zu Zielen und Indikatoren zur Fortentwicklung der Nachhaltigkeitsstrategie beitragen sowie Projekte zur Umsetzung dieser Strategie vorschlagen.
Eine weitere Aufgabe des Rates für Nachhaltige Entwicklung ist die Förderung des gesellschaftlichen Dialogs zur Nachhaltigkeit. Mit dem Aufzeigen von Folgen gesellschaftlichen Handelns und der Diskussion von Lösungsansätzen soll die Vorstellung von dem, was Nachhaltigkeitspolitik konkret bedeutet, bei allen Beteiligten und in der Bevölkerung verbessert werden.
Im April 2002 hat die Bundesregierung unter dem Titel “Perspektiven für Deutschland” eine Strategie für Nachhaltige Entwicklung verabschiedet. Im November 2004 hat sie einen ersten Bericht über Fortschritte bei der Umsetzung dieser Strategie vorgelegt. Die Nachhaltigkeitsstrategie soll als Leitlinie für alle Politikbereiche gelten und so das gesellschaftliche Leben beeinflussen. Dabei sollen die umwelt-, wirtschafts- und sozialpolitischen Ziele gleichermassen berücksichtigt werden. Am 10. August 2005 hat das Bundeskabinett den “Wegweiser Nachhaltigkeit 2005″ beschlossen. Er wurde vom Staatssekretärsausschuss für Nachhaltige Entwicklung, dem “Green Cabinet”, erarbeitet.
Die Strategie wurde auf dem UN-Weltgipfel zur Nachhaltigen Entwicklung im September 2002 in Johannesburg vorgestellt. Zur Aufstellung von nationalen Nachhaltigkeitsstrategien haben sich alle Staaten auf dem zehn Jahre zuvor stattgefundenen Weltgipfel zu Umwelt und Entwicklung in Rio de Janeiro verpflichtet.
Vorsitzender:
Stellvertretende Vorsitzende:
- Rainer Grohe
- Prof. Dr. Edda Müller
- Hubert Weinzierl
Ratsmitglieder:
- Horst Frank
- Rainer Grohe
- Hermann Graf Hatzfeldt
- Volker Hauff
- Roland Heinisch
- Stefan Homburg
- Eberhard Jochem
- Edda Müller
- Heinz Putzhammer
- Jürgen Rimpau
- Josef Sayer
- Tobias Schlegl
- Marlehn Thieme
- Klaus Töpfer
- Fritz Vahrenholt
- Hubert Weinzierl
- Angelika Zahrnt