Die Arbeitsgruppe Nachhaltiges Management macht einen deutlichen Unterschied zwischen dem gesellschaftsbezogenen Verständnis einer nachhaltigen Entwicklung und der einzelwirtschaftlichen Notwendigkeit eines nachhaltigen Managements. Bislang wird nachhaltige Entwicklung hauptsächlich als eine von außen an die Unternehmen herangetragene Anforderungen verstanden. Der implizite normative und sicherlich gerechtfertigte Anspruch lautet: Unternehmen sollen einen Beitrag zu einer weltweit nachhaltigen gesellschaftlichen Entwicklung leisten!
Die Normativität dieses Anspruchs verdeckt jedoch den Blick auf die Tatsache, dass Unternehmen vor derselben Aufgabe stehen wie die Weltgemeinschaft: Sie müssen mit knappen Ressourcen wirtschaften und sich immer mehr dafür einsetzen, dass all ihre Ressourcenquellen nicht versiegen, wenn sie dauerhaft überleben wollen. Unternehmen stehen damit vor der Aufgabe, mit ihren Ressourcen nachhaltig hauszuhalten, welches eine uralte ökonomische Rationalität ist, die schon Aristoteles beschrieben hat. Damit ist nachhaltiges Wirtschaften auch nicht gleichzusetzen mit Umweltschutzmanagement: Letzterem geht es um die Steigerung der Öko-Effizienz, der ökonomischen und effizienten Verwendung natürlicher Ressourcen.
Die Arbeitsgruppe Nachhaltiges Management will dazu beitragen, dass das öko-effiziente Umweltschutzmanagement theoretisch und praktisch zu einem allgemeinen strategischen Ressourcenmanagement weiterentwickelt wird. Nur so können letztlich Wirtschaft und Natur dauerhaft überleben.