Vision
Die Arbeit der Fachstelle ist im Kontext einer Kirche zu verstehen, welche sich in gesellschaftlich relevanten Diskursen aktiv und kompetent einbringt. Sie nimmt damit den Bildungsauftrag der Reformation wahr, welcher dazu auffordert, Zeugnis zu sein vom guten Leben, das Gott allem Lebendigen verheisst.
Sie wirkt in zwei Richtungen:
Distanzierend und kritisch gegenüber den Paradigmen einer ökonomisierten Lebenswelt.
Integrierend im Hinblick auf eine fundierte und gleichzeitig pragmatische Konkretion ethischer Grundwerte im Kontext der Geschäftswelt.
Die Chancen und Stärken der Fachstelle liegen einerseits in ihrer kirchlichen Verwurzelung und andererseits in der Verbindung theologisch-ethischer und ökonomisch-wirtschaftsethischer Kompetenz.
Ziele
Wahrnehmung des prophetischen Wächteramtes durch die Befähigung von Menschen zum kritischen Blick auf die quasi-religiöse Funktion ökonomistischer Denkweisen.
Mitgestaltung wirtschafts- und unternehmensethischer Debatten im Hinblick auf eine lebensdienliche Gestaltung des wirtschaftlichen Zusammenlebens und -wirkens.
Strategie
Die Fachstelle Kirche & Wirtschaft ist Teil der Abteilung Bildung & Gesellschaft der Evangelisch-reformierten Landeskirche des Kantons ZĂĽrich.
Sie unterscheidet zwei Arbeitsfelder: „Kirche“ und „Wirtschaft“.
Im Arbeitsfeld „Kirche“ geht es um die Förderung des wirtschaftlichen und wirtschaftsethischen Wissens in der Kirche sowie um die Reflexion ökonomischer Zusammenhänge und Sachverhalte auf die Kirche hin. Die Fachstelle partizipiert in diesem Zusammenhang an der Gestaltung von Weiterbildungsangeboten für beruflich und freiwillig/ehrenamtlich Tätige in der Evang.-ref. Landeskirche des Kantons Zürich. Sie kooperiert auf schweizerischer Ebene mit anderen kirchlichen Fachstellen und mit Stellen des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes.
Im Arbeitsfeld „Wirtschaft“ schafft sie Angebote für Studierende und Kaderpersonen (Multiplikatorinnen und Multiplikatoren) mit Schwergewicht „Finanzwirtschaft“. Durch die Organisation geeigneter Foren, durch qualifizierte Teilnahme an Fachtagungen, durch Referate und Artikel bringt sie die Stimme der Kirche in den Diskurs ein. Die Teilnahme an Stakeholderdialogen mit Firmen auf kantonaler, nationaler und internationaler Ebene ermöglicht einerseits das Einbringen der kirchlichen Perspektive, andererseits die Erweiterung des Fachwissens und der Erfahrung.