Die „Regierung von Körperschaften“ ( = Corporate Governance) ist als umfassende Kunst des Regierens von Organisationen zu verstehen.
Nach dieser Definition, die das ICG verfolgt, muss sich eine ernsthafte Corporate Governance mit Aspekten der Führung und Aufsicht (Leadership), der Kultur in Organisationen sowie Fragen der Ethik eingehend beschäftigen. Diese drei Spannungsfelder sind die wesentlichen Parameter, die einen Einfluss auf die „Regierung von Körperschaften“ haben.
Abgeleitet aus diesem Verständnis ist Corporate Governance nicht allein Sache von börsennorierten Konzernen, sondern jeder Form von Organisation in der Führungs- und Aufsicht eine Rolle spielen. Somit also auch für Familienunternehmen, öffentliche Unternehmen, Universitäten, NGO’s, Kliniken, etc.
Treiber dieser Corporate Governance-Bewegung sind zum einen die bekannten Fälle von Missmanagement und Unternehmensschieflagen im In- und Ausland. Zum anderen hat die Globalisierung der Kapitalmärkte dem Thema Nachdruck verliehen, da einflussreiche Kapitalmarktakteure, wie insbesondere die großen institutionellen Investoren, zunehmend die Einhaltung von Standards guter Corporate Governance einfordern. Unternehmen stehen daher vor wettbewerbsentscheidenden Herausforderungen hinsichtlich ihrer Unternehmensführung und -kontrolle.
Informationen Profil ICG
Das Institut für Corporate Governance (ICG) kennzeichnet ein Kernelement der Wirtschaftsfakultät und wird einen neuen Ansatz in der Erforschung der Corporate Governance verfolgen, der sich mit drei Worten darstellen läßt: Leadership | Kultur | Ethik. Ziel ist es, die Führung und Aufsicht von Wirtschaftsunternehmen und Organisationen in der Bundesrepublik zu verbessern und die Fragen von Effizienz, Kultur und Ethik in die wissenschaftliche wie praktische Auseinandersetzung mit einzubeziehen.